Aktuell
Anlässlich der Gedenkveranstaltung der Stadt Kandel an die Reichsprogrome 1938, am 9 November 2025, hat Anette Knauth im Namen der Stadtratsfraktion und des Ortsvereins und der Teilnahme zahlreicher Mitglieder, folgende Rede gehalten:
Heute, am 9. November, stehen wir hier, um zu erinnern.
Wir gedenken der Pogromnacht des Jahres 1938 – einer Nacht, in der
Synagogen brannten, Geschäfte geplündert wurden, Menschen
misshandelt, verschleppt und ermordet wurden.
Es war der Beginn einer beispiellosen Verfolgung, die in die Shoah führte
– in den millionenfachen Mord an jüdischen Frauen, Männern und
Kindern.
Wir erinnern heute besonders an Ida und Oskar Haas, an Oskars
Ehefrau Bertha, und an ihre Kinder Otto Julius und Paul Richard
Haas.
Sie waren Teil unserer Gemeinschaft – Nachbarn, Freunde,
Mitmenschen, Kandler.
Sie lebten hier, liebten, hofften und lachten hier – bis ihnen ihr Zuhause,
ihre Würde und schließlich ihr Leben genommen wurden.
Ihre Namen stehen für viele andere, die in jener Zeit entrechtet und
ausgelöscht wurden.Indem wir ihre Namen aussprechen, holen wir sie aus der Anonymität
des Vergessens zurück.
Erinnern heißt, Verantwortung zu übernehmen – dafür, dass sich
Ausgrenzung, Hass und Gewalt nie wieder Bahn brechen dürfen.
Möge unser Gedenken ein Zeichen sein – für Menschlichkeit, für
Mitgefühl und für den Mut, einzutreten, wenn Unrecht geschieht.
Denn das Erinnern ist nicht vergangenheitsbezogen – es ist eine
Aufgabe für die Gegenwart und die Zukunft.
Die SPD Kandel startet mit frischem Wind und einer zukunftsorientierten Ausrichtung in das Jahr 2025.
Am 6. Januar 2025 versammelte sich der SPD-Ortsverein Kandel zur Mitgliederversammlung im Rathaus. Auf der Tagesordnung standen unter anderem Berichte aus der Vorstandsarbeit, dem Gemeindeverband und der Fraktionsarbeit der Stadt- und Verbandsgemeinderäte, sowie die Neuwahl des Ortsvereinsvorstandes.